EINFÜHRUNG | BILDHORIZONTE PHOTOGRAPHY WORKSHOP BLUTSAUGERTANGO

EINFÜHRUNG IN DEN TANGO

Wenn es Abend wird und die Fledermäuse aus ihren Höhlen kommen und die abendliche Stimmung gespenstig wird, Vampire fliegen durch die Luft und umkreisen ihre Opfer - Dann beginnt der Blutsauger Tango. Denn Orte, Plätze und die nähere und weitere Umgebung verändern sich mit dem Licht, welches nun scheinbar nicht mehr da oder immer weniger wird.

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Wenn abends die Sonne langsam untergeht und das Tageslicht in den urbanen Zonen durch künstliches Licht ersetzt wird, wird eine Wand, eine Kirche, ein Palast oder ein Platz mit einem ganz anderen Eindruck gesehen. Details, die am Tage deutlich sichtbar waren, verschwinden im Dunkeln. Plätze oder Kirchen, Monumente oder Straßen wirken plötzlich ganz anders.

Das Licht ist ein wesentlicher Faktor unseres Sehens, Empfindens und der Wahrnehmung von Dingen und Umgebungen. Bei wenig und fast keinem Licht sehen wir plötzlich Dinge, die wir vorher nicht gesehen haben und andere, die uns bei Tage wichtig erschienen, nehmen wir gar nicht mehr wahr. Plätze oder Monumente erscheinen uns wesentlicher und häufig auch viel eindrucksvoller mit mehr Blick auf das wenige. Und vieles, was uns am Tage vom wesentlichen abgelenkt hat, ist nicht mehr sichtbar und lenkt nicht mehr von der Bildaussage ab.

Wenig Licht bedeutet aber auch häufig lange Belichtungszeiten von mehreren Sekunden und die Unterschiede zwischen Hell und Dunkel sind viel extremer. Hier gilt es diese Unterschiede herauszuarbeiten, aber gleichzeitig dafür zu sorgen, dass das dunkle nicht völlig unterbelichtet und Details verschwinden, und gleichzeitig die Lichter völlig überbelichtet sind und ausfranzen.

Auch wenn heute die meisten Kameras oder Objektive mit Stabilisator ausgestattet sind, so erlauben diese doch meist nur 3 – 4 Blendenstufen im kurzem Zeitbereich. Gleichzeitig soll ausreichend Tiefenschärfe im Bild erkennbar sein und somit eine möglichst kleine Blende verwendet werden, was zu längeren Zeiten führt. Jetzt gibt es zwei Wege, hohe Empfindlichkeit einstellen oder Stativ. Hohe Empfindlichkeit hat den Nachteil ab höheren ISO – Werten, dass die Körnigkeit des Bildes, das Rauschen zunimmt. Ein Stativ muss den ganzen Tag im Zweifelfall mitgeschleppt werden.